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Die Renovierungsarbeiten an der „Rheingold“ können endlich fortgesetzt werden.

Um die Schäden am Rumpf der „Rheingold“ beseitigen zu können, muss sie mit dem Kiel nach oben gelegt werden. Dazu waren einige Vorgespräche und eine genaue Planung nötig, denn eine 650 Kilogramm schwere Barke lässt sich nicht einfach mal so umdrehen.

Eine der leichteren Übungen für das Technische Hilfswerk

Diese Stange mit den beiden Führungsrollen wurde extra für den Einsatz an der Barke konstruiert
Diese Stange mit den beiden Führungsrollen wurde extra für den Einsatz an der Barke konstruiert.

Am Wochenende ist das THW mit fünf Mann und seinem großen Kranwagen angerückt. Und dann ging, was kompliziert sein hätte können, ganz schnell. Die „Rheingold“ wurde auf ihrem Hänger nach draußen geschoben, der riesige Kranwagen fuhr seitlich heran, Gurte wurden innen an den Spanten der Barke eingehängt und dann wurde sie vom Kranführer erst vorne und dann hinten ganz vorsichtig gerade soweit vom Hänger gehoben, dass die breiten Spanngurte unter dem Rumpf der Barke durchgeschoben werden konnten.

Die Gurte wurden in die Führungsrollen an den beiden Enden einer Stange gelegt, die für diesen Einsatz extra gebaut worden war und schon ein paar Sekunden später schwebte die Barke an der Kette des Kranarms frei in der Luft.

Der Hänger wurde entfernt, und die „Rheingold“ wurde auf ihren eigenen Laufrädern sanft auf den Boden gesetzt und zurück in die Halle geschoben.

Die Barke schwebt über dem Hänger
Die Barke schwebt über dem Hänger.Maßarbeit mit schwerem Gerät

Der Kranwagen fuhr hinter der Barke in die Halle hinein, eine Meisterleistung an Fahrkunst, denn das Tor ist nur minimal breiter als der Kranwagen selbst.

Die Gurte wurden wieder unter der  Barke durchgezogen und in den Führungsrollen der Stange eingehängt. Der Kranarm schwebte von hinten über die Barke ein, wobei der Kranführer dieses Mal darauf achten musste, weder dem Hallendach, noch einem der Stützpfeiler zu nahe zu kommen.

Wieder wurde die „Rheingold sanft angehoben, danach in den Gurten gedreht und auf stabile Holzböcke gelegt. Jetzt können die Schleif- und Lackierungsarbeiten beginnen. Auch wenn dieser Einsatz für das THW eher ein Kinderspiel war, für die Ruderabteilung des Breisacher Turnvereins war es eine große Hilfe, für die wir uns ganz herzlich bedanken.

 

Erste Holzlieferung eingetroffen

Das Holz, das für die Unterkonstruktion der Verdecke der „Rheingold“ benötigt wird, ist inzwischen eingetroffen und konnte von Mitgliedern des TV Breisach in Empfang genommen werden.

Breisacher Möbelhaus stellt seinen Maschinenpark für die anfallenden Holzarbeiten  zur Verfügung

An der Hobelmaschine
An der Hobelmaschine

In der riesigen, gut ausgestatteten Schreinerei des Möbelhauses Leber  ist Stefan Schnebelt, Leiter der Volleyballabteilung des Breisacher Turnvereins und von Beruf Schreiner, in seinem Element. In einem ersten Arbeitsgang werden Bretter und Spanplatten durch die große Hobelmaschine geschoben. Anschließend werden die wasserfesten Sperrholzplatten auf die Bretter geleimt. Die fertigen Bretter werden vorsichtig in die beheizte Presse geschoben, wo sie bleiben, bis der

Leim vollständig ausgehärtet ist.  Jetzt geht es zur Kreissäge wo sich die beeindruckend großen Zähne des Sägeblattes der Länge nach durch die Bretter fressen. Die zerteilten Bretter werden anschließend noch einmal durch die Hobelmaschine geschoben und auf dem Bandschleifer fein poliert. Das fertig bearbeitete Holz wird nun zur „Rheingold“ ins Winterlager gebracht, wo es demnächst eingebaut wird.

Ein großes Boot für eine kleine Abteilung

Die Renovierungsarbeiten an der „Rheingold“ gestalten sich so umfangreich, dass sie vom Breisacher Turnverein und dessen Ruderabteilung nicht alleine bewältigt werden können. Deshalb hat sich Abteilungsleiter Harald Hensle – der die Renovierung bis dato aus eigener Tasche bezahlt – auf die Suche nach Co-Finanzierern gemacht, die das Projekt einerseits mit ihrem Können und Fachwissen, andererseits aber auch finanziell unterstützen wollen.
Übrigens: Interessierte Unterstützer erhalten für Ihre Gaben ein Spendenquittung – bitte wenden Sie sich an hh@netcontrol.de.

Das erste Material ist bestellt

Das erste Material ist bestellt

Nach der Bestandsaufnahme der Schäden, wurde die erste Materialbestellung in Auftrag gegeben, deren Auslieferung jetzt sehnsüchtig erwartet wird, um weiter voran zu kommen. Fleißige Helfer stehen bereits in den Startlöchern und warten nun darauf richtig Hand anlegen zu können, um der „Rheingold“ ihr neues, schönes Gesicht zu geben.

Renovierungsarbeiten an der Barke „Rheingold“ haben begonnen

In den vielen Jahrzehnten, die die Barke „Rheingold“ jetzt schon in Betrieb ist, hatte sie eine ganze Reihe von Vorbesitzern, bevor sie als Schenkung des Deutschen Ruderverbandes zur Ruderabteilung „Rheingold Rowing“ des Breisacher Turnvereins kam, deren ehrgeiziges Ziel es nun ist, die  „Rheingold “ in ein Schmuckstück zu verwandeln.

 Baustelle „Rheingold

Inzwischen sind die Aufbauten und Verdecke demontiert, die Rollsitze, Stemmbretter, Rollschienen und Ausleger abgeschraubt, die „Rheingold“ liegt quasi teilentkernt auf dem Hänger im Winterlager und das ganze Ausmaß der Abnutzungserscheinungen ist deutlich sichtbar. Der Lack ist schadhaft, die Befestigungen für die Ausleger sind mürbe,  die Holzkonstruktionen, auf denen die Verdecke aufliegen, sind teilweise gebrochen. Auch die Verdecke selbt sind verzogen und müssen, wie so vieles, wahrscheinlich erneuert werden.